Was bedeutet BARF eigentlich?
"Bones And Raw Food"
als Bezeichnung wurde von der Kanadierin Debbie Tripp erfunden, wobei
sie zuerst den wenig schmeichelhaften Namen "Born Again Raw Freaks"
erfand. Ihr erschien diese Fütterungsmethode suspekt und sie führte
hitzige Debatten mit einem BARF-Anhänger und -Züchter in Australien.
Aber nach und nach schien ihr BARF Sinn zu machen. Sie begann ihre eigenen
Hunde so zu ernähren und änderte den wenig schmeichelhaften
Namen.
Debbie Tripp hat also den Namen
erfunden, aber die zugrunde liegende Idee stammt von dem australischen
Tierarzt Dr. Ian Billinghurst. Vor 20 Jahren begann er den Zusammenhang
zwischen industriell hergestelltem Futter und Hundekrankheiten zu erforschen.
1993 veröffentlichte er seine Erkenntnisse und seine Fütterungsmethode
in seinem ersten Buch "Give Your Dog A Bone"....
aus BARF oder nicht Barf? von Gitta
Vaughn, Texas
Wieviel braucht mein Hund?
Die Menge des Futters ist von Hund zu Hund verschieden, abhängig
von seiner Veranlagung, Aktivität, Kastriert ja oder nein?
In der Regel soll ein Hund 2-4% seines Körpergewichts (bzw. 2%
des Zielgewichts bei Diäten) zu sich nehmen.
60-75% davon sollten Fleisch und Knochen sein,
25-40% Gemüse, Innereien, und sonstige Zusätze.
Dies sind aber auch nur Richtwerte. Achtet einfach darauf ob euer Hund
zu oder abnimmt und reduziert bzw. erhöht dann die Futtermenge.
Abschließend noch zur Frage "Wieviel kostet mich das?"
BARF ist nicht zwingend teurer als Fertigfutter. Man verbraucht pro
Tag ca. 1kg Fleisch für zwei 35kg schwere Hunde. Je nach Fleischsorte
macht das zwischen 1 und 4 Euro pro Tag. Etwas Gemüse ist immer
im Haus, das wird nicht extra für die Hunde eingekauft und verursacht
praktisch keine Kosten. Hochwertiges Fertigfutter kommt oft sogar teurer.
Informiert euch, und probiert es aus. Die Gesundheit eures Hundes wird
es euch danken!
Futterumstellung
Es ist wirklich nicht sonderlich schwierig, seinen Hund gesund zu ernähren,
wenn man sich nur die Zeit nimmt, sich etwas zu informieren, bekommt
das jeder hin!
Bei jungen Hunden ist eine radikale Umstellung, von einem Tag auf den
anderen meist kein Problem. Ein bis zwei Fasttage sind gut für
den Organismus, und schon kann es losgehen. Habt ihr jedoch einen älteren
Hund, dessen Verdauungstrakt sich schon länger mit Fertigfutter
herumplagen musste, ist sein Körper mit einer plötzlichen
Umstellung vielleicht überfordert. Nehmt zuerst leicht verdauliches
Fleisch wie Hühnchen, und nur ein bis zwei Sorten Gemüse,
damit der Hund lernt sich darauf einzustellen, auch der Einstieg über
gekochtes Fleisch das dann immer kürzer erhitzt wird ist möglich.
Steigert erst später die Vielfalt.
Bei manchen Hunden kommt es am Anfang zu so genannten "Entgiftungserscheinungen"
wie Durchfall, Erbrechen, Juckreiz, starker Haarwechsel, Schleim im
Kot. Die Stärke hängt dabei vom Individuum und auch von der
Länge der Fertigfutter Zeit ab. Die Entgiftung ist aber notwendig
um all die Gifte loszuwerden, die der Hund durch die minderwertigen
Zutaten in Fertigfutter zu sich genommen hat. Das einzige was man tun
kann ist durchhalten und vielleicht das Immunsystem des Hundes unterstützen.

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©
Werner u. Renate Tessenow
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