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Anatomie des Hundes

 

Der Hund besitzt fast durchweg die selben Knochen wie der Mensch, nur anders geformt. Wir gehen mit der ganzen Fußsohle,
der Hund ist ein "Zehengänger".
Beim Hund ist das Schlüsselbein nur ein funktionsloses, kleines Plättchen in der Oberarmmuskulatur zu finden. Das Schwanzskelett
hat sich bei uns zum Steißbein verknöchert. Einen Knochen besitzen wir jedoch nicht: den Penisknochen.
Dieser verleiht dem Penis des Rüden seine ständige Steife. Wegen der Gewichts-verlagerung auf vier Beine und den vorgelagerten Kopf, haben sich die tragende Muskulatur und die Lagerung der Organe angepasst. Sein wichtigstes Werkzeug ist das Gebiß. Ein typisches Raubtiergebiß besteht aus Eckzähnen (Canini) zum Fest-halten, Schneidezähne  (Inzisivi) zum Abbeissen und Backenzähne (Prämolaren und Molaren) zum Zerschneiden. Da der Hund ein Fleischfresser ist, besitzt er keine Verdauungssäfte in der Mundhöhle. Aus dem gleichen Grund kann der Hund keine ungekochte Kohlenhydrate verdauen. Außerdem hat er einen kürzeren Verdau-ungstrakt.
Seine Zunge ist viel beweglicher als die des Menschen und dient bei der
Wasseraufnahme als Schöpflöffel. Die Nase liegt im Gesichtsschädel und endet im Nasenspiegel, das kleine Hautfelder aufweist.
Diese bilden ein individuelles Muster das unserem Fingerabdruck entspricht. Durch Ausscheidungen der nasendrüsen und auch Tränenflüssigkeit, bleibt sie normalerweise immer feucht. Der Hund besitzt auch keine Schweißdrüsen in der Haut.
Er kann nur durch Maul und Pfoten schwitzen. Darum tut er sich bei der Regulierung der Körpertemperatur schwer und muss zur
Kühlung hecheln.
Der Hund besitzt zwei Analbeutel. Das sind zwei Duftstoffdrüsen unterhalb des Afters, jeweils rechts und links davon.
Sie werden beim Kotabsetzen entleert und verleiht dem Kot des Hundes seine persönliche Duftnote, die in einer Hundenase
unverwechselbar sind.


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© Werner u. Renate Tessenow